Hobokocher Test und Produktübersicht

Hobo Kocher, auch Hobo Ofen oder Holzkocher genannt, ähneln in der Funktionsweise dem Kochen über einer Feuerstelle. Durch den zylindrischen Aufbau des Kochgestells nutzt man den Kamineffekt bei der Verbrennung des Holzes aus und kann dadurch deutlich höhere Heizwerte als bei einem Lagerfeuer erreichen.

Der Markt für Holz Campingkocher wird stark durch die Firma Bushcraft Essentials dominiert. Diese Firma produziert in Deutschland und bietet einige hervorragende Modelle zum Kauf. Unser Top Hobokocher im Test für den Outdoor Trip.

Hobokocher gibt es mittlerweile in jeder Form und Größe. Gegenüber selbstgebastelten Hobokochern haben gekaufte Modelle den Vorteil, dass sie demontiert und klein verpackt werden können. Zu einem echten Abenteuer in der Wildnis, mit Kochstelle über Feuerholz, gehört ein Hobokocher einfach dazu.

Welchen Hobo Ofen kaufen?

Unsere Nummer 1: Outdoorkocher Bushbox

 Hobokocher Details

Transportmaße: 9 x 11,5 x 1 cm
Maße: 8 x 8 x 11,5 cm
Gewicht: 260 g
Zubehör: Leinenbeutel als Transporttasche, integrierte Aschepfanne
Brennstoff: Holz, Spiritus, Esbit
Siedezeit: ca. 25 Minuten für 1L Wasser bei Raumtemperatur
Alle Produkte von Bushcraft Essentials werden auf vielseitige Verwendbarkeit, Stabilität und lange Lebensdauer ausgelegt. […]
Bushcraft essentials

Die Verarbeitung der Bushbox ist sehr hochwertig. Er ist komplett aus Edelstahl gefertigt und dadurch vor Rost geschützt. Der Kocher ist kompakt, leicht und einfach zu transportieren. Der Holzverbrauch fürs Kochen ist deutlich geringer als bei einem Lagerfeuer. Ideal um unterwegs einen Kaffee zu kochen. Für aufwändige Gerichte für mehrere Personen ist diese Kocherversion jedoch zu klein.

Ideal für eine Person. Für den Winterbetrieb ist die Bushbox weniger bzw. nur bei guter Rohstofflage (trockenes Holz und Zunder) sinnvoll zu gebrauchen. Nach Gebrauch ist die Metallkonstruktion sehr heiß. Durch die Hitze dehnt sich das Metall leicht aus und kann sich dadurch auch verziehen. Die Funktionalität wird dabei in keiner Weise beeinträchtigt. Es ist daher aber nicht möglich den Kocher direkt nach dem Kochen im noch heißen Zustand wieder auseinanderzubauen und einzupacken. Bei der Demontage muss vorsichtig vorgegangen werden, damit sich die dünnen Edelstahlplatten nicht nachhaltig verbiegen.

Weitere Veranschaulichung gibt es im Video.

Hobokocher Vorteile

Der Brennstoff Holz ist häufig im Tourengebiet verfügbar und man muss den Rohstoff nicht mit sich herumtrage, sondern kann diesen an seinem jeweiligen Ort sammeln. Der Kocher selbst kommt ohne komplizierte Technik aus und ist damit der robusteste Kocher.

Es gibt auch faltbare Hobo Kocher, diese nehmen beim Transport einen sehr geringen Raum ein und ermöglichen so weniger sperriges Gepäck.
Spannend ist, dass man Hobo Kocher auch selbst bauen kann. Eine spannende Anleitung zum Bau aus einer Konservendose findet ihr hier.
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Hobokocher Nachteile

Nachteile sind vor allem die begrenzte Einsetzbarkeit aufgrund von Brandschutzverordnungen zu offenen Feuern in Wäldern oder Nationalparks. Bei der Verbrennung von Holz entsteht Ruß und Rauch, der den Hobo Kocher verunreinigt und zu stärkerer Abnutzung des Kochgeschirrs und zu einem höheren Reinigungsaufwand führt.

Durch die Ähnlichkeit zur offenen Feuerstelle gilt es bei Holz Campingkochern die gleichen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Der Untergrund sollte vor Verbrennung und Versengung geschützt werden, Rückstände des Feuers wie zum Beispiel Asche sollten vollständig gelöscht und beseitigt werden.
Alternativen findet ihr hier: Gaskocher, Benzinkocher, Spirituskocher

Weitere Campingkocher Holz – Kaufempfehlung

Beim Kauf des Hobo Kochers kommt es natürlich sehr auf die geplante Nutzung an. Je größer und stabiler der Kocher, desto schwerer sein Gewicht. Je nachdem ob man alleine oder in einer Gruppe unterwegs ist, den Kocher zum Kochen der Hauptmahlzeiten, oder nur für den Tee oder Kaffee zwischendurch einsetzen möchte, lohnt sich ein größerer Hobo Kocher mit größerem Fassungsvermögen. Wer mit wenig Gepäck reist, sollte auf zusammenfaltbare, kompakte Modelle zurückgreifen.

Outdoorkocher Bushbox XL

Hobo Kocher Feststoffkocher

Hobokocher Produktdetails

Transportmaße: 19 x 12,5 x 1 cm
Maße: 19 x 12,5 x 12,5 cm
Gewicht: 703 g
Zubehör: Leinenbeutel als Transporttasche, integrierte Aschepfanne
Brennstoff: Holz, Spiritus, Esbit
Siedezeit: ca. 10-14 Minuten für 1L Wasser bei Raumtemperatur
Preis: 79,90 €

Die Bushbox XL ist ein sehr effizienter, großer aber dennoch kompakter Hobo Kocher. Er ist aus Edelstahl gefertigt. Mit dem Tragewicht von ca. 700 Gramm ist er etwas schwerer als ein leistungsgleicher Gaskocher. Durch den kostenlosen Brennstoffvorrat aus der Natur verzichtet man mit ihm aber auf zusätzliches Gewicht des Brennstoffs. Er wird mit Scharnieren zusammengehalten und kann durch Aufklappen in wenigen Sekunden zusammengebaut werden.

Durch den starken Kamineffekt beim Brennvorgang entsteht schnell große Hitze, selbst bei nicht komplett getrocknetem Brenngut, was die Bushbox XL ideal für größere Outdoor Vorhaben oder kochen in Gruppen macht. Der Holzverbrauch beim Kochen ist deutlich kleiner als bei einem Lagerfeuer. Die effiziente, vollständige Verbrennung führt zu geringer Aschebildung.

Bei der Holzverbrennung verrußt der Edelstahl schnell. Bei längerer und intensiver Benutzung können sich die Edelstahlplatten zusätzlich etwas verziehen, was jedoch nicht zu Einbußen in der Einsetzbarkeit führt.

Preistechnisch ist dieser Hobo Kocher etwas teurer. Wer ihn häufig benutzt holt das Geld aber durch eingesparte Brennstoffkosten wieder rein.

Hobo Kocher Brennstoff

Hobokocher werden in der Regel mit Holz betrieben. Da der Kocher aber in den Grundbestandteilen nur aus einem Windschutz und Kochaufsatz besteht, eignet sich jeder beliebige feste Brennstoff. Abenteurer, die mehrere Tage über Gebirge, durch Wüsten oder Savannen ziehen, können auch auf getrockneten Yak-, Kamel- oder Elefantendung zurückgreifen.

In Europa ist getrocknetes Feuerholz als Brennstoff am gängisten. Je feuchter bzw. grüner das Holz, desto schlechter lässt es sich entzünden. Außerdem brennt feuchtes Holz mit niedrigerer Heizleistung.

Um das Holz im Hobo kocher zu entzünden sollte man auf Zunder zurückgreifen, leicht brennbares Material, das nur für den Anzündevorgang verwendet wird. Man kann beispielsweise Grillanzünder oder Watte mitnehmen, Zunder wird aber auch auf natürliche Weise in der Natur bereitgestellt; beispielsweise durch Stroh, dünne Zweige oder trockenes Moos.

Der Name Hobo-Kocher leitet sich von den Hobos (“Hoe Boys”) ab, Amerikanischen Wanderarbeitern nach der Zeit der Großen Depression von 1929. Diese meist obdachlosen Tagelöhner nutzen Hobo-Öfen zum Kochen und Heizen.

Die Hobos entzündeten ihre Hoboöfen ganz klassisch mit Papier als Zunder.